ISBN 3-928172-79-4, 237 S., gebunden, EUR 17,-
Diese Anthologie präsentiert Texte aus sechs Jahrzehnten. Der älteste
ist vom Ende der 40er Jahre. Gerald Brenan berichtet von seiner Suche nach
dem Grab von Federico García Lorca, der zu den ersten Ermordeten des
spanischen Bürgerkrieges zählte, jenes Bürgerkrieges, in dem
für den II. Weltkrieg vorexperimentiert wurde. Die beiden jüngsten
sind von Antonio Muñoz Molina und Antonio Cascales. Sie zeigen Andalusien
an der Schwelle zum kommenden Jahrtausend und fordern eine radikale
Selbstbesinnung des Landes, um einen Ausweg aus dessen Verunstaltung zu finden.
Eine Selbstbesinnung für den südlichsten Rand Europas, die auch anderen
Regionen bevorsteht. Das von forschen Politikern und rastlosen Geschäftsleuten
blindwütig vorangetriebene Europa verschleißt seine eigene Idee.
Ein Lesebuch zu Geschichte, Kultur und Alltag einer Region, die einem
brutalen Tourismus zum Fraß und einem selbstzerstörerischen
Wachstumsfanatismus zur Plünderung vorgeworfen wurde.
Mit Beiträgen von: Gerald Brenan, Juan Goytisolo, Alfred Andersch,
Manuel Cortés & Ronald Fraser, Maruja Torres Manzanera, José
Maria Perceval, Antonio Muñoz Molina, Antonio Cascales.
"Es gibt ein Andalusien, das sich im schamlosen Glanz eines ungetrübten
Lachens zeigt, und ein anderes, das sich versteckt und tarnt, um in
völliger Unantastbarkeit geheime Gärten oder unbarmherzige
Geheimnisse anzulegen. Es gibt ein frommes, elendes, klaustrophobisches
Andalusien, und ein anderes, das seit Jahrhunderten nicht aufgehört hat
weltoffen zu sein, und offen für die Freiheit, ein paradiesisches
Andalusien, und ein anderes, vom Zorn Kains überschattetes Andalusien.
"Muñoz Molinas Beitrag zu diesem Band ist ein Essay
über den wirtschaftlichen und kulturellen Ausverkauf Andalusiens,
eine ungewöhnlich präzise Analyse und eindeutig parteiisch.
Ein journalistisches Glanzlicht." Edith Kresta (TAZ)
Um jene "Reise um den Tag in 80 Welten" zu machen, die Julio Cortázar
ersonnen hat, genügt es, in Andalusien vom Naturschutzgebiet Coto de
Doñana zum Cabo de Gata oder den ganzen Guadalquivir entlang bis zu
seiner Mündung zu fahren." Antonio Muñoz Molina
Verlag Winfried Jenior, Lassallestr. 15, D-34119 Kassel
Tel.: 0561-7391621, Fax 0561-774148
E-Mail: Jenior@aol.com, Homepage: www.jenior.de