Meysenbug 100. Todestag

Malwida von Meysenbug zum 100. Todestag 2003

Die am 18. Oktober 1816 in Kassel geborene und am 26. April 1903 in Rom verstorbene Schriftstellerin Malwida von Meysenbug setzte sich zeitlebens für die Ziele der Demokratie und für die Gleichberechtigung der Frau ein. Sie begeisterte sich für die Ideen der Revolution von 1848, studierte an der "Hochschule für das weibliche Geschlecht" in Hamburg und musste 1852 nach England emigrieren. Die Freundin von Wagner, Nietzsche, Lenbach und Rolland wurde vor allem durch ihr literarisches Hauptwerk, die Memoiren einer Idealistin (1869 bzw. 1876) bekannt. Gern erinnerte sie sich an ihre Geburtsstadt Kassel, in der sie ihre ersten politischen Erfahrungen machte.

Festschrift im Auftrag der Malwida von Meysenbug-Gesellschaft herausgegeben von Vera Leuschner und Ruth Stummann-Bowert.
8. Jahrbuch der Malwida von Meysenbug-Gesellschaft ISBN 3-934377-68-8, 286 S. 75 Abb. und Faksimiles. Kart. EUR 15,-

 

"Zu Malwidas 100. Todestag [...] braucht es notwendige Worte. Gehaltvolle Worte. Sie finden sich im aktuellen Gedenkbuch der Malwida von Meysenbug-Gesellschaft für ihre geistig, künstlerisch, ja auch politisch und karitativ so rege Patronin. "Der von Vera Leuschner und Ruth Stummann-Bowert herausgegebene Band erfüllt alle Ansprüche an eine solche Publikation: breites Aufsatzspektrum nach allgemein-historischen, biografischen, werk- und wirkungsbezogenen Themenkreisen, deren fundierte Bearbeitung, eingestreute Quellentexte, Zeittafel, prägnante Bildauswahl."
(Buchtip in der HNA, 25 April 2003)

Ließ nicht schon sie selbst, die eifrige Schreiberin, ihr weitläufig zusammengetragenes und wohlformuliertes Geistesgut emsig zirkulieren? So sehen wir sie heute über die verständnisvolle Muse und die pragmatische Vorkämpferin der Demokratie hinaus als wirkungsbewusstes Multitalent und erkennen darin ihre Originalität oder besser noch; ihre Identität.(Siegfried Weyh, Schutzgöttin eines Jahrhunderts, in: HNA, 26 April 2003)

Aus dem Inhalt:

Elfriede Heise: Vorwort
Ruth Stummann-Bowert, Vera Leuschner: Einführung
Masafumi Miyazawa: Die Hoffnung auf Malwidas "Internationale Memoiren".
Ruth Whittle: Die Identitätssuche der Deutschen im Spiegel der Malwida von Meysenbug-Rezeption.
Malwida von Meysenbug: Aus den Memoiren einer Idealistin. Die erste Revolution.
Karl-Hermann Wegner: Malwidas Vater, Carl Rivalier von Meysenbug und der Kurhessische Staat.
Malwida von Meysenbug: Aus den Memoiren einer Idealistin: 1848.
Werner Broer: Malwida von Meysenbug (1816-1903). Eine "aristokratische" Demokratin.
Ruth Stummann-Bowert: Zum nationalen Pathos von Heldentum und Opfermut - Sprachliche Kontinuitäten zwischen den Befreiungskriegen und dem demokratischen Aufbruch 1848.
Malwida von Meysenbug: Aus den Memoiren einer Idealistin. Die Berliner Märzgefallenen. Gedanken zur Emanzipation der Frau.
Ruth Stummann-Bowert: Familie, Gesellschaft und Staat. Persönlicher und politischer Kampf um die Gleichstellung der Frau.
Debbie Pinfold: Malwida von Meysenbug: Die ewige Antigone.
Malwida von Meysenbug: Aus den Memoiren einer Idealistin. Die politischen Flüchtlinge.
Ruth Stummann-Bowert: Emigranten in London und Malwida von Meysenbug - Alexander Herzen, Giuseppe Mazzini, Stanislaw Worcell und andere.
Malwida von Meysenbug: Aus dem Lebensabend einer Idealistin. Die Zeit des Kampfes war vorüber.
Hannelore Teuchert: Malwida von Meysenbug und das Werk Richard Wagners - einige Streiflichter.
Ruth Stummann-Bowert: Friedrich Nietzsche, Malwida von Meysenbug, Paul Rée und Albert Brenner: Eine Wohngemeinschaft in Sorrent.
Malwida von Meysenbug: Aus dem Lebensabend einer Idealistin. Ein römisches Idyll, Gedachtes.
Hannelore Teuchert: Malwida von Meysenbug und die katholische Kirche in Rom. Zwischen Risorgimento und Ende des Kirchenstaates.
Ruth Stummann-Bowert: Malwida von Meysenbugs "Religion der Liebe": Die Erzählung "Der Pfad der Äbtissin - Eine Sommerskizze aus Italien".
Vera Leuschner: Malwida von Meysenbug und die bildende Kunst.
Sabine Arndt: Der Nachlass der Malwida von Meysenbug im Goethe-und Schiller-Archiv in Weimar.
Annegret Tegtmeier-Breit: Die Korrespondenzen der Malwida von Meysenbug - Das Regesten-Projekt am Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Detmold.
Romain Rolland: Dankgesang. Auszüge aus der Hommage an Malwida von Meysenbug.
Romain Rolland: Ma chère amie. Der letzte Brief des jungen Freundes vom 22. April 1903 an Malwida von Meysenbug.
Gabriel Monod: À la Mémoire de Malwida von Meysenbug. Rede am Grab der Schriftstellerin in Rom.
Nachrichten aus der Malwida von Meysenbug-Gesellschaft
Lebensdaten Malwida von Meysenbugs
Ausgewählte Literatur
 

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